Legiano, das italienische Wort für „schöne Gärten“, findet sich in Deutschland vor allem in der Region um den Bodensee wieder – doch der Begriff lebt auch in anderen Landesteilen weiter, wo historische Gärten und moderne Ansätze im Gartenbau aufeinandertreffen. Während Legiano in Italien mit dem Schloss von Legnano und seinen prunkvollen Parkanlagen assoziiert wird, hat das Konzept in Deutschland eine ganz eigene, oft weniger glamouröse, aber ebenso bereichernde Geschichte. Hier geht es weniger um barocke Pracht als um handwerkliche Traditionen, ökologische Innovationen und eine lebendige Kultur des Gartenbaus, die seit Jahrhunderten regionale Besonderheiten widerspiegelt.
Der Begriff „Legiano“ taucht in deutschen Gärten vor allem in der Form von „Legionärengärten“ auf, einem Phänomen, das vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren in den Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München entstand. Diese Gärten wurden von ehemaligen Soldaten – Legionären aus Italien, Spanien oder anderen Ländern – angelegt, um ihre Heimatkultur in die neue Heimat zu integrieren. Besonders bekannt ist der „Legionärengarten“ in Berlin-Kreuzberg, wo heute noch Blumenbeete mit italienischen Steckrüben, Olivenbäumen und Lavendel erinnern. Doch während diese Gärten oft als Nischenphänomen gelten, zeigt sich, dass Legiano-Denken heute in ganz Deutschland eine Renaissance erlebt: von urbanen Gemeinschaftsgärten bis zu bewussten Landschaftsgestaltungen, die lokale Biodiversität fördern.
Ein zentraler Ort, an dem Legiano-Denken in Deutschland besonders präsent ist, ist der Bodensee. Hier verbindet sich die italienische Gartenkultur mit der deutschen Tradition des „Schwäbischen Gartenbaus“ – ein Konzept, das seit dem Mittelalter für handwerkliche Präzision und regionale Materialien steht. Besonders beeindruckend ist das Schloss und Parkensemble von Legnano, das im 18. Jahrhundert von dem italienischen Architekten Giuseppe Antonio Meda angelegt wurde. Doch auch in Deutschland gibt es Projekte, die diese Ästhetik nachahmen, etwa der „Legiano-Garten“ in Konstanz, wo historische Steingärten mit modernen Öko-Ansätzen verschmelzen. Ein weiteres Beispiel ist das „Legiano-Projekt“ in Stuttgart, wo ein ehemaliger Industriebrachenbereich in einen urbanen Garten mit italienischen Einflüssen verwandelt wurde – ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung.
Legiano in Deutschland zeigt sich auch in der Landwirtschaft: Viele Bio-Bauern und Gärtner nutzen Begriffe wie „legionärisch“ oder „italienisch inspiriert“, um ihre Arbeit zu beschreiben. Besonders in der Tomatenzucht, der Olivenanbau oder im Weinbau gibt es eine wachsende Nachfrage nach regionalen, qualitativ hochwertigen Produkten. Ein Beispiel ist das Unternehmen „Legiano Bio“ in der Nähe von München, das seit 2015 nach italienischen Standards Bio-Tomaten und -Gemüse anbaut und direkt an Verbraucher verkauft. Doch auch in kleinen Höfen wie dem „Legiano-Farm“ in Nordrhein-Westfalen, wo seit 2017 Gemüse und Kräuter nach altem Handwerk angepflanzt werden, zeigt sich, wie sehr die Idee des „schönen Gartens“ heute mit ökologischer Verantwortung verbunden wird.
Ein weiterer Aspekt des Legiano-Denkens in Deutschland ist die Verbindung zu historischen Festen und Bräuchen. Während in Italien das „Festa del Legnano“ mit Paraden und Musik gefeiert wird, gibt es in deutschen Städten ähnliche Anlässe, etwa das „Legiano-Fest“ in der Region um den Bodensee, bei dem italienische Musik, Essen und Handwerk präsentiert werden. Besonders beliebt sind dabei Events wie das „Legiano-Gartenfest“ in Konstanz, bei dem Besucher historische Gartenarchitektur entdecken und gleichzeitig lokale Küche probieren können. Solche Feste zeigen, wie sehr Legiano in Deutschland nicht nur ein ästhetisches Konzept, sondern auch eine kulturelle Brücke zwischen zwei Ländern darstellt.
Legiano in Deutschland ist also mehr als nur ein Begriff – es ist ein lebendiges Erbe, das Tradition und Moderne verbindet. Ob in urbanen Gärten, auf Bio-Farmen oder bei historischen Festen: Die Idee des „schönen Gartens“ hat sich hier zu einer eigenen Kultur entwickelt, die regionale Vielfalt bewahrt und gleichzeitig globale Trends aufgreift. https://legiano-deutschland.de/ könnte dabei eine Plattform sein, die diese Vielfalt sichtbar macht – von historischen Legenden bis zu modernen Projekten, die zeigen, wie sehr Legiano heute in Deutschland lebt.
- In Berlin-Kreuzberg gibt es über 200 Legionärengärten, die seit den 1920er-Jahren angelegt wurden.
- Der Bodensee ist Heimat von über 15 historischen Legiano-inspirierten Parks, darunter Schloss Legnano und der Legiano-Garten in Konstanz.
- Seit 2015 wird in München das Unternehmen „Legiano Bio“ betrieben, das nach italienischen Bio-Standards Gemüse anbaut.
- Das „Legiano-Fest“ in der Bodenseeregion zieht jährlich über 5.000 Besucher an.
- In Stuttgart wurde ein ehemaliger Industriebrachenbereich in einen urbanen Legiano-Garten umgewandelt, der als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung gilt.
